Im Rahmen der Pilotenausbildung mal schnell nach Verona

Seit einem knappen Jahr bildet die Fliegergruppe Donzdorf auch Motorflug Piloten im Verein aus. Einer der Ersten, der dieses Angebot angenommen hat, ist Mathias Rummel. Er hat inzwischen mehr als die Hälfte der Ausbildung hinter sich und der Pressereferent des Vereins hat sich mit ihm über die Ausbildung unterhalten.

Mathias, Du hast Dich entschieden, bei uns im Verein den LAPL zu erwerben. Was ist ein LAPL?

Der LAPL ist eine Pilotenlizenz für Leichtflugzeuge (englisch: Light Aircraft Pilot Licence). Diese Lizenz ist europaweit gültig und berechtigt dazu, Motorflugzeuge bis zu einem Gewicht von 2 Tonnen zu fliegen. Man darf maximal 3 Passagiere pro Flug mitnehmen und im Gegensatz zum PPL (Private Pilot Licence) ist eine Instrumentenflugberechtigung nicht möglich. Eine Instrumentenflugberechtigung strebe ich nicht an, und so ist der LAPL für mich der kostengünstige Weg, Motorflug zu betreiben.

Ende August stand im Rahmen Deiner Schulung ein Flug nach Italien an. Kannst Du Deine Eindrücke kurz schildern?

Für den 30. August war bestes Flugwetter vorhergesagt, sowohl bei uns, als auch in Italien. Gemeinsam mit meinem Fluglehrer Volker Ritter habe ich eine Route geplant von Donzdorf über Füssen, Reute und Innsbruck, dann weiter über den Brenner nach Bozen, über den Gardasee, vorbei an der Kontrollzone in Verona, zum kleineren Flugplatz Verona Boscomantico.

Wir sind um 10:30 Ortszeit mit der Piper PA 28 in Donzdorf gestartet und die erste Alpenüberquerung war ein Highlight meiner bisherigen Ausbildung. Es ist beeindruckend, in die Bergwelt der Alpen zu fliegen und man erlebt die Berge aus dem Cockpit der Piper aus einer ganz neuen Perspektive. Sehr gut gefallen hat mir die professionelle Unterstützung der Flugsicherung sowohl in Österreich als auch in Italien, alle Lotsen waren für mich gut verständlich und stets hilfsbereit. Nach einer Flugzeit von 2 Stunden und 10 Minuten sind wir Boscomantico gelandet und ein Taxi brachte uns in 20 Minuten nach Peschiera del Garda. Zum Mittag gab es eine leckere Pizza direkt an der Promenade – Urlaubsfeeling pur!

Gegen fünfzehn Uhr dreißig starteten wir zum Rückflug nach Donzdorf, der uns wieder grandiose Eindrücke bescherte –unter anderem konnten wir die Fortschritte an einer der höchstgelegenen Baustellen Europas beobachten – und landeten nach einer Stunde und fünfzig Minuten auf unserem Heimatplatz.

 

Ganz kurz ein Fazit?

Fliegerisch habe ich an diesem Tag viel gelernt, zudem gab es tolle Bilder und Eindrücke und die Erkenntnis, dass der LAPL Dimensionen verändert: Im Vergleich zum Auto ist die Piper eine Zeitmaschine und im Vergleich zum Linienflug macht es viel mehr Spaß, selbst zu fliegen und die Alpen aus neuer Perspektive zu sehen. Der LAPL eröffnet neue Möglichkeiten für mich, Europa zu erleben.

Das klingt doch phantastisch! Wie geht es weiter in Deiner Ausbildung?

Ich habe jetzt knapp 20 Schulungsstunden und als nächstes wollen wir den Einflug in die Kontrollzonen von großen Fluglätzen üben.

 

Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg in Deiner Ausbildung und auch danach schöne Flüge durch Europa!