Wir haben Besuch bekommen von der Uni Stuttgart. Das Team vom Forschungsprojekt eMission wollte mit ihrem ferngesteuerten Prototyp Rollversuche auf unserer Bahn durchführen. Das Flugzeug hat ein relativ kleines Seitenruder, weil es in seinem ersten Leben einen Heckpropeller hatte, der das Leitwerk immer angeströmt und deshalb bei gleicher Fläche wirkungsvoller gemacht hat. Seit der Umrüstung auf den verteilten elektrischen Antrieb (vier kleine Motoren pro Flügel) fehlt diese künstliche Anströmung des Seiterunders. Die Idee ist nun, das durch differenzielle Ansteuerung der beiden Flügelspitzenmotoren zu kompensieren. Die Rollversuche dienten dazu, zu überprüfen, ob die Regelung dieser Motoren im Zusammenspiel mit dem Seitenruder richtig funktioniert.




Das Projekt hat noch ein paar weitere „clevere“ Ideen rund um elektrische Antriebe. Zum einen sind die sechs vor dem Flügeln angeordneten Propeller jeweils 10° nach oben und unten schwenkbar, um für Steig- und Sinkflug jeweils eine ideale Anströmung des Flügels zu ermöglichen. Außerdem soll der Motor an der Flügelspitze beim Sinkflug in im Rekuperationsmodus betrieben werden — also vom Fahrtwind angeblasen Energie erzeugen. Ob das alles so funktioniert müssen weitere Flugversuche sicher noch zeigen. Mal sehen, vielleicht finden die ja dann auch bei uns statt.